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CAMPUS FESTIVAL 2022
Künstler*in:VerifiziertDatum:14. Mai 2022Spielzeiten:tbaBühne:tbaOrt:Konstanz | BodenseestadionJetzt Tickets sichern!Ticket-Shop

Verifiziert

Mit Coolness verhält es sich wie mit Stil oder Eleganz: Man kann diese Dinge nicht erlernen. Klar, man kann sie studieren, nachahmen und hoffen, dass keinem auffällt, dass man sie nur simuliert. Aber am Ende ist es so: Entweder man hat’s oder man hat’s eben nicht. Und die Wiener Sängerin Verifiziert hat’s. Es wirkt fast so, als ob in Wien eine Art unterirdische Coolness-Quelle sprudelt, die deren Bewohner und vor allem seine Künstler*innen mit dieser unangepassten, natürlichen Coolness tauft, die man eben nicht nachahmen oder kaufen kann. Bilderbuch haben sie. Yung Hurn hat sie. Falco hat sie quasi erfunden! Und Verifiziert führt sie fort, ohne das jemals beabsichtigt zu haben. „Diese Attitüde von wegen: ‚Ich bin die Coolste und ihr seid alle whack‘, die es ja vor allem im Deutschrap gibt, das fühl ich gar nicht“, sagt sie selbst. Verifiziert macht einfach auf lässig ihr Ding, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was andere über sie oder ihre Musik denken könnten. Verifiziert – oder einfach nur „Veri“, wie sie ihre Freund*innen nennen – startete früh ihren Weg mit der Musik oder vielleicht besser ausgedrückt: Die Musik startete früh ihren Weg mit der 24-Jährigen. Denn irgendwie verlief auch diese Reise auf lässig nebenbei, ohne eine bestimmte Absicht, Ziele oder Ehrgeiz im Hinterkopf gehabt zu haben. „Ich war in der Volksschule schon in einer Musikklasse. Aber nicht, weil ich schon immer Musikerin werden wollte. Eigentlich ist es ein lustiger Zufall, eine gute Anekdote im Lebenslauf einer Musikerin. Aber es war lange nicht meine Absicht, Musik zu meinem Beruf zu machen. Alles begann tatsächlich noch früher mit einem Minikeyboard, das ihre Mama Veri und ihrem Bruder zu Weihnachten schenkte. Da war Veri gerade mal fünf Jahre alt. Und begann direkt, erste Songs aus dem Stegreif zu spielen. „Irgendwie hab ich extrem schnell gecheckt, welcher Ton wo rauskommt und hab dann einfach das Lied nachgespielt, das gerade im Radio lief.“ Die Eltern erkannten das Talent ihrer Tochter und sponsorten Veri von nun an Klavierunterricht. Sie wurde älter, begann als Teenager auf ihrem Handy erste eigene Beats zu bauen und darüber „voll den Scheiß“ zu singen wie sie es selbst nennt. Das Teenager-Leben kickte mit all seinen Höhen und Tiefen. Schule wurde abgebrochen und stattdessen auf der Bellevue Wiese mit Freund*innen gechillt und gekifft. Und die Musik war immer da, auf lässig im Hintergrund und doch unüberhörbar. Bis sie Sebi, einen ihrer Produzenten, kennenlernte. „Der hatte ein Studio Zuhause und meinte zu mir: Hey, lass doch mal einen echten Song machen! Das waren dann zwar schon richtige Beats, aber die Lyrics waren immer noch recht trashy“, erzählt Veri lachend. Aber über die Jahre feilte sie an ihren Schreibskills und so wurde aus dem Hobby Musik eine Leidenschaft und 2020 dann ein Beruf. Erste Underground-Hits wie „Rote Gauloises“ erschienen und dann auch die erste EP „Sonntag: 17 Uhr“.